Refluxerkrankung

Sodbrennen ist das häufigste Anzeichen einer so genannten Reflux-Erkrankung. Auslöser der Beschwerden ist die Übersäuerung des Magens durch falsche Ernährung und Rauchen.

Durch eine Ausweitung der Durchtrittsstelle der Speiseröhre (Ösophagus) durch das Zwerchfell (Zwerchfellbruch/Hiatushernie) kann saurer Magensaft in die Speiseröhre zurückfließen und zu einer Entzündung führen.

Bei Verdacht auf eine Refluxerkrankung ist der erste Schritt zur Abklärung eine Magenspiegelung (Gastroskopie), eventuell zusätzlich ein Schluckaktröntgen; dabei überprüft der Radiologe , ob es zu einem Rückfluss von Kontrastmittel aus dem Magen in die Speiseröhre kommt.

Die Therapie wird meistens konservativ begonnen: durch Änderung der Ernährungsgewohnheiten, zusätzlich wird ein so genannter Säureblocker verschrieben. Die Dosis wird bis zur völligen Beschwerdefreiheit gesteigert.

Ist damit keine dauerhafte Symptomfreiheit zu erzielen oder der Patient lehnt eine langfristige medikamentöse Therapie ab, so ist der nächste Schritt die operative Lösung des Problems.
Hier gibt es mit der (fast ausschließlich laparoskopisch durchgeführten) Fundoplikatio eine ausgezeichnete operative Möglichkeit.

Bei der Operation wird einerseits die Zwerchfelllücke wieder eingeengt (Hiatusplastik), zum anderen aus einem Teil des Magens eine kleine Manschette gebildet und um die Mündung der Speiseröhre gelegt, um zusätzlich das Zurückfließen des Mageninhalts zu verhindern (Fundoplikatio).
Damit ist in den meisten Fällen die Refluxerkrankung dauerhaft therapiert und eine Medikamenteneinnahme nicht mehr nötig.

Fachbeitrag

Refluxerkrankung